E-Mail-Marketing: immer noch wichtig?!

In Zeiten, in denen fast jedes größere Unternehmen auf Facebook, Google+, Twitter und Co. vertreten ist, scheint es fast so, als hätte das gute alte E-Mail-Marketing ausgedient. Blogger Avinash Kaushik ist da ganz anderer Meinung. Für ihn ist diese Marketingstrategie immer noch eine der Wichtigsten. Und er unterlegt seine Aussage natürlich auch mit handfesten Standpunkten. Die haben wir hier nun einmal genauer unter die Lupe genommen.

Viele Entscheider in den Chef-Etagen erliegen wohl dem Irrglauben, dass man mit ein paar Posts auf Facebook und Co. mehr bei seinen Kunden erreichen kann, als mit dem klassischen E-Mail-Marketing. Laut einer Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey aus dem letzten Jahr ist die Rate zwischen Aufwand und Nutzen beim Werben um Kunden mit E-Mails um ein 40-faches günstiger als beim Einsatz der Gelder für Facebook und Twittter. Google+ wurde damals noch gar nicht mit in die Studie mit einbezogen, aber Kaushik geht davon aus, dass sich auch hier ein ähnliches Bild wie bei den anderen beiden Social Media-Kanälen ergeben sollte. Wie sich das Ganze bis Mitte 2013 entwickelt hat, seht ihr hier unten.

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Laut Kaushik ist Social Media Marketing nicht gerade ein guter Weg, um kurzfristig die Werbeausgaben eines Unternehmens noch profitabler in monetären Erfolg umzusetzen. Während sich heutzutage nahezu jeder zum Social Media Manager berufen fühlt, sollte das Permission Marketing, also der klassische Versand von Werbe-Mails unter der Voraussetzung, dass der Kunde einwilligt, wirklich nur von Menschen durchgeführt werden sollte, die das Grundprinzip dieser Werbeform auch wirklich verinnerlicht haben. E-Mail-Marketing funktioniert für den Blogger nur, wenn man verstanden hat, wie oft man Werbemails senden sollte und was man darin alles als Neuheit verkaufen kann. Der große Vorteil von Marketing über den klassischen Weg liegt für ihn darin, dass man den Erfolg wunderbar messen kann. Klar lassen sich auch beim Social Media Marketing einzelne Kennzahlen ermitteln, aber die Ergebnisse wirken immer noch viel diffuser und weniger stichhaltig als bei der E-Mail-Werbung.

Ein weiterer Grund dafür, dass man E-Mail-Marketing dem Social Media Marketing immer vorziehen sollte, ist laut Kaushik, dass das vom ihm selbst entwickelte See-Think-Do-Modell im Social Media-Bereich zumindest in einer Komponente viel schlechter abschneidet als beim Marketing mit E-Mails. Die Phase See (Aufmerksamkeit erregen) funktioniert im Social Web noch hervorragend. Beim Think (der Überlegung etwas zu kaufen) sieht es auch noch ganz gut aus, aber beim Do (also dem tatsächlichen Kauf) sieht es ganz schlecht für Facebook, Twitter und Co. aus. Der Grund dafür liegt ganz klar in dem, wozu der User die entsprechende Plattform nutzen möchte. Kaum jemand nutzt die Social Media-Kanäle, um einzukaufen. Man ist einfach dort, um seine Beziehungen zu pflegen, um informiert zu sein, was in der realen und der digitalen Welt passiert und um einfach unterhalten zu werden. Unternehmen können sich durch ihren Social Media-Auftritt also nur dann positiv entwickeln, wenn sie verstehen, warum der User diese oder jene Plattform nutzt. Wenn man dem User also gut unterhält, ihm die richtigen Informationen zukommen lässt und es schafft, sich im WWW so darzustellen, wie es der Kunde von einem erwartet, dann hat man auf lange Sicht vielleicht eine Chance, seine Social Media-Bemühungen in Ertrag umzuwandeln. Bevor man also überhaupt als Unternehmen den Schritt auf eine der vielen Social Media-Plattformen wagt, sollte man sich fragen, ob man von vornherein überhaupt über soziale Kompetenz im Konzern verfügt und ob man die Geduld hat, neue Beziehungen zu seinen Kunden aufzubauen und somit die eigene Marke zu pflegen. Wenn man beides mit ja beantworten kann, dann sollte man den Start wagen, wenn nicht, sollte man es lieber lassen. Wie sehr Menschen mittlerweile vom Leben auf den Social Media-Plattformen abhängig sind, zeigt dieses Video hier. Aber zum Glück hat jemand ein einfaches Mittel dagegen entwickelt. ;-)

Bilder & Video: McKinsey, Coca-Cola Social Media Guard

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